Studieren in der Regio Bodensee

Hochschule für Polizei Villingen-Schwenningen

Kontaktdaten

FHPOL Villingen-Schwenningen
Sturmbühlstr.250
D–78054 Villingen-Schwenningen
T: 07720/309-0
F: 07720/309-272
postoffice@fhpol-vs.de
www.fhpol-vs.de

Beschreibung

Die Hochschule für Polizei Villingen-Schwenningen bildet die Polizeibeamtinnen und Polizeibeamten des Landes Baden-Württemberg für den gehobenen Polizeivollzugsdienst aus. Sie hat eine Kapazität von rund 1.300 Studienplätzen, beschäftigt 58 hauptamtliche Dozierende und 72 Verwaltungsmitarbeiter/innen. Die Hochschule für Polizei wurde 1979 auf Beschluss der Landesregierung gegründet. Während der ersten sechs Jahre diente das ehemalige Kloster Maria Tann als Provisorium für den Studienbetrieb der anfangs 150 Studierenden. Im Jahr 1985 bezog die Hochschule für Polizei Villingen-Schwenningen ihre neuen Gebäude am Ortsrand von Schwenningen. Die auffallenden Rundbauten auf dem Campus waren das Ergebnis eines Architektenwettbewerbes des Landes Baden-Württemberg. Die Kapazität der Einrichtung lag damals bei 600 Studienplätzen. Durch die politische Entscheidung, den Anteil des gehobenen Dienstes bei der Polizei Baden-Württemberg zu erhöhen, wurde Anfang der 90er Jahre ein weiterer Ausbau der Hochschule für Polizei nötig. In der nächsten Phase entstanden deshalb auf dem Gelände drei weitere Gebäude. Zusätzlich wurden Wohnheime in Villingen und Schwenningen angemietet, so dass die heutige Kapazität der Hochschule für Polizei bei 1.300 Studienplätzen liegt. Von den drei zeitgleich studierenden Jahrgängen befindet sich jeweils einer (ca. 430 Studierende) im Praktikum. Parallel zur strukturellen Weiterentwicklung hat sich die Hochschule für Polizei Villingen-Schwenningen in die Region integriert. Dazu trugen Vorträge, Ausstellungen und Konzerte an der Hochschule für Polizei ebenso bei, wie die Beteiligung der Einrichtung an Veranstaltungen in der Region. Engen Kontakt pflegt die Polizeihochschule nicht nur mit den Polizeien in Baden-Württemberg und den übrigen Bundesländern, sondern auch mit vergleichbaren Bildungseinrichtungen im Ausland (siehe „Partnerhochschulen“).

Studienverlauf

  1. 1. Semester Einführungspraktikum: Pflichtstationen bei der Schutzpolizei
  2. 2. Semester Grundstudium I: Vorlesungen, Projektarbeit, Studienfahrt
  3. 3. Semester Grundstudium II: Vorlesungen, Klausurserie
  4. 4. Semester Hauptpraktikum: Pflicht- und Wahlpflichtanteile
  5. 5. Semester Hauptstudium I: Vorlesungen, Diplomarbeit
  6. 6. Semester Hauptstudium II: Vorlesungen, Studienfahrt, Staatsprüfung

Studienfächer

Fakultät I

Führungs- und Einsatzwissenschaften

  • Führungslehre
  • Einsatzlehre / Polizeitechnik
  • Verkehrslehre / Verkehrsrecht
  • Einsatztraining / Sport

Fakultät II

Kriminalwissenschaften

  • Kriminaltaktik
  • Kriminaltechnik
  • Kriminologie

Fakultät III

Rechtswissenschaften

  • Staats- und Verfassungsrecht / Eingriffsrecht
  • Polizeirecht / Verwaltungsrecht / Besonderes Polizeirecht
  • Strafrecht / Strafverfahrensrecht / Ordnungswidrigkeitenrecht
  • Recht des öffentlichen Dienstes

Fakultät IV

Sozialwissenschaften

  • Politische Bildung
  • Psychologie
  • Soziologie
  • Betriebs- und Volkswirtschaftslehre
  • Informatik
  • Berufsethik
  • Methodik des wissenschaftlichen Arbeitens
  • Fremdsprachen

Das Lehrangebot der Fakultäten umfasst unter anderem 500 Stunden Recht, 300 Stunden Kriminalistik und Kriminologie, 250 Stunden Einsatzlehre und jeweils über 100 Stunden Psychologie und Politische Bildung. Insgesamt besuchen die Studierenden rund 2.200 Unterrichtsstunden in zweieinhalb Jahren und bis zu 32 Vorlesungsstunden pro Woche. Unterbrochen wird das fachtheoretische Studium durch ein neunmonatiges Praktikum bei den unterschiedlichen Dienststellen der Polizei des Landes. Auch ein polizeiexternes oder ein Auslandspraktikum ist durch die Studienreform möglich geworden. Das Studium endet mit dem schriftlichen und mündlichen Staatsexamen. Mit dem erfolgreichen Abschluss wird der Hochschulgrad "Diplomverwaltungswirt(in) Polizei (FH)" erworben und der Zugang zur Laufbahn des gehobenen Dienstes der Schutz- und Kriminalpolizei eröffnet. Die Absolventinnen werden zur Polizei- bzw. Kriminalkommissarin, die Absolventen zum Polizei- bzw. Kriminalkommissar ernannt.

Zu den Aufgaben einer Hochschule gehört nach dem FHG die angewandte Forschung. Die Dozentinnen und Dozenten der Hochschule für Polizei Villingen-Schwenningen führen regelmäßig anwendungsbezogene Forschungsprojekte durch. Zu den bearbeiteten Themen gehören
  • Praxis des Wiedererkennungsverfahrens bei der Polizei des Landes Baden-Württemberg
  • Kommunale Kriminalprävention
  • Dokumentation kriminologischer Literatur („KRIM-DOK“) auf CD-ROM (in Zusammenarbeit mit den Instituten für Kriminologie der Universitäten Heidelberg und Tübingen)
  • Verzerrungsfaktoren und Interpretationsprobleme der Polizeilichen Kriminalstatistik (PKS) unter besonderer Berücksichtigung ausländischer Staatsangehöriger
  • Gründung der Arbeitsgemeinschaft Gefahrenabwehr (AGG), um im Bereich der Aus- und Fortbildung organisationsübergreifend zusammenzuwirken
  • Stress und Schießen
  • Vernehmungspsychologie und Glaubwürdigkeit
Aktuelle wissenschaftliche Ergebnisse werden in der selbst produzierten Texte-Reihe und seit kurzem in der CD-ROM-Reihe veröffentlicht. Die Hochschule für Polizei Villingen-Schwenningen veranstaltet regelmäßig Seminare und Tagungen, die der polizeiinternen Fortbildung und der wissenschaftlichen Weiterentwicklung von bestimmten Fragestellungen dienen.

Studienangebot